Die Alge (Fucus vesiculosus) ist eine im Nordatlantik sowie in der Nord-und Ostsee weit verbreitete Alge aus der Klasse der Braunalgen. Volkstümlich wurde der Blasentang auch Meereseiche, See-Eiche, Bläretung, Höckertang oder Schweinetang genannt. Er wächst in der Brandungszone und oberen Gezeitenzone auf festem Untergrund wie Felsen, Steinen und Holz.

Meeresalgen gehören zu den ältesten lebenden Organismen und verfügen über ein grosses Potenzial an wertvollen Kosmetik-Wirkstoffen. Der Wirkstoff des Blasentangs pflegt, strafft, versorgt unsere Haut mit Energie und schützt sie zusätzlich vor Umwelteinflüssen.

Die Echte Aloe (Aloe vera) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Aloen (Aloe) in der Unterfamilie der Affodillgewächse (Asphodeloideae). Das Artepitheton “vera” stammt aus dem Lateinischen und bedeutet “wahr”. Kultiviert wird sie in allen subtropischen und tropischen Regionen der Welt. Die Echte Aloe hat sich auch in vielen anderen Regionen angesiedelt, so im Mittelmeergebiet, in Indien, auf den westindischen Inseln, den kanarischen Inseln und in Mexiko. Aloe-Vera-Gel wird kosmetisch in einer Reihe von Anwendungen eingesetzt.

Dem Gel werden entzündungshemmende, wundrückbildende und immunstimmulierende Eigenschaften zugeschrieben.

Die Echte Kamille (Matricaria o. Chamomilla recutita L.), auch Mutterkraut genannt, gehört zur Familie der Korbblütler. Das einjährige Kraut wird bis zu 50 cm hoch und blüht von Mai bis September. Die weissen Blütenblätter bilden dabei einen hübschen Kranz um das gelbe Köpfchen. Die ganze Pflanze besitzt einen würzigen, charakteristischen Kamillengeruch.

Kamille zählt sicherlich zu den beliebtesten und gebräuchlichsten Heilpflanzen in unseren Breitengraden. Die Blüten werden für Kräutertees, Bäder oder zur Inhalationen verwendet. Schon die Römer verordneten das Kraut zur Beruhigung der Nerven. Mittelalterliche Kräuterbücher priesen seine schmerzlindernden und besänftigenden Eigenschaften.

Die Kornblume (Centaurea cyanus) gehört zur Gattung der Flockenblumen. Aufgrund ihrer auffälligen hellblauen Blüten wird sie auch Zyane genannt. Die Kornblume wächst vor allem am Rande von Kornfeldern und auf recht trockenen Standorten. Im Englischen werden Kornblumen auch «bachelor’s buttons» genannt, da sie nach dem Pflücken auch ohne Wasser und Sonnenlicht für längere Zeit schön bleiben. Die Kornblume steht für Romantik und Eleganz – sie ist auch ein beliebtes Motiv für Dichter und Maler. Aufgrund des reichen Nektars wird die Blüte der Kornblume auch häufig von Insekten besucht.

Der Kornblume werden entzündungshemmende Eigenschaften nachgesagt.

Die Kleinblütige Königskerze (Verbascum thapsus L.), auch Fackelkraut oder Wetterkerze genannt, ist eine zweijährige Staude mit hellgelben Blütenblättern. Aufrecht wie eine Kerze wächst sie bis 2 m hoch an sonnigen Wegrändern, an Dämmen und Ufern. Früher glaubte man, dass besonders lange Blütenstände mit dichtem Blütenbesatz auf lange, schneereiche Winter hinweisen.

Wichtige Inhaltsstoffe der Pflanze sind Schleimstoffe und Antioxidantien. Die Pflanzenheilkunde setzt die Königskerze zur Beruhigung der Atemwege und zum Abheilen von Hautwunden ein.

Die Linde (Tilia spp. L.) ist ein einheimischer Laubbaum mit weit ausladender Krone. Er wird bis 30 Meter hoch und 1000 Jahre alt. Wie kein anderer Baum im deutschsprachigen Raum symbolisiert die Linde heimatliche Geborgenheit und weibliche Tugenden. Unter Linden finden vergnügliche Feste statt, in ihrer Nähe plätschert der Dorfbrunnen. Von Juni bis August lockt der süssliche Blütenduft zahlreiche Bienen an.

Die Wirkstoffe der Lindenblüte beruhigen die Nerven und fördern den Schlaf.

Die Echte Malve (Malva sylvestris L.), auch «Käslikraut» genannt, gehört zur Familie der Malvengewächse. Mit ihren tief reichenden, fleischigen Pfahlwurzeln ist sie gut im Boden verankert und erreicht eine Wuchshöhe von 30 bis 120 cm. Von Mai bis September bildet sie rosa-violette Blüten. Sie wächst gerne entlang von Wegrändern und Zäunen, auch in lichten Wäldern.

Die Wilde Malve zählt zu den ältesten bekannten Nutz- und Heilpflanzen. Verwendet werden meist Blätter und Blüten. Wirksame Bestandteile sind in erster Linie Schleimstoffe, die wundheilend, aufbauend und beruhigend wirken. In der Pflanzensymbolik steht die Malve für Milde, Sanftheit, Barmherzigkeit und Wohltätigkeit.

Der Mandelbaum (Prunus dulcis) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Prunus in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Seine Steinfrucht, d.h. das essbare Nährfleisch des Pflanzenkeimlings (Endosperm), die Mandel, wird in vielfältiger Weise als Nahrungsmittel und für Kosmetika genutzt. Der Mandelbaum liebt sonnige, trockene Standorte und wächst vor allem im Mittelmeerraum und in Kalifornien, aber auch in Vorder- und Zentralasien.

Mandelöl wird als Arzneimittel in erster Linie äusserlich zur Vorbeugung und Behandlung trockener Haut verwendet.

Die Melisse (Melissa officinalis L.) zählt zur Familie der Lippenblütler. Sie ist eine Bienenweidepflanze (Mel L. für Honig), wird bis zu 90 cm hoch und hat einen vierkantigen Stängel. Charakteristisch ist ihr frischer, zitronenartiger Geruch, weshalb sie auch Zitronenmelisse genannt wird.

Die beruhigende Wirkung der Heilpflanze bei Nervosität, Schlafstörungen und Magenbeschwerden ist seit dem Altertum bekannt. Als «Balsam für Körper und Seele» wird sie beschrieben. Pharmakologisch genutzt werden die getrockneten Blätter. Die Pflanzensymbolik verbindet die Melisse mit Anziehungskraft, Lebensfreude und Herzenstrost.

Der Olivenbaum (Olea europaea L.) oder Ölbaum zählt zu den Ölbaumgewächsen. Die Wuchsform ist oft knorrig, gedreht und altersgezeichnet. Der Ölbaum wächst langsam. Es bedarf einer langen und sorgfältigen Pflege, bis die wohl älteste Kulturpflanze des Mittelmeerraums ihre reichen Erträge abwirft. Aus ihren Früchten wird das begehrte Olivenöl, das «Grüne Gold» gepresst, aus dem harten Holz entstehen Möbel, Blasinstrumente und Gebrauchsgegenstände.

Die Bachblütentherapie verbindet die Blütenessenzen des Baumes mit dem Prinzip der Regeneration und des Gleichgewichts. Ein frischer Ölzweig gilt seit der Antike als Zeichen des Friedens.

Die Pfefferminze (Mentha piperita L.), benannt nach ihrem pfeffrig-erfrischenden Geschmack, zählt zur Gattung der Minzen und zur Familie der Lippenblütler. Sie blüht von Juli bis September rötlich oder violette, mit dicht gedrängten, ähren-artigen Blütenständen. Sie gilt als die Minze schlechthin, entstanden ist die Pfefferminze aber mutmasslich erst in der Frühen Neuzeit als natürliche Kreuzung von Wasserminze und Grüner Minze. Die Blätter werden für Kräutertees und zum Kochen verwendet.

Das ätherische Pfefferminzöl enthält Menthol, das für seine anregende, kühlende Wirkung bekannt ist.

Die Ringelblume (Calendula officinalis L.) zählt zur Familie der Korbblütler und stammt mutmasslich aus dem Mittelmeerraum. Die Ringelblume wird ihrer arzneilichen Wirkung wegen kultiviert, kommt aber auch verwildert in ganz Europa vor. Die goldgelb bis orangefarbenen Blüten sind strahlenkranzförmig angeordnet und gleichen dem Abbild der Sonne. Früher nutzten Bauern die Ringelblume, um das Tageswetter vorherzusagen. Bei offenen Blüten vor 7 Uhr versprach das Wetter schön zu werden, andernfalls musste mit Regen gerechnet werden.

Äusserliche Anwendung findet sie vor allem bei Hautentzündungen und schlecht heilenden Wunden.

Die Rose (Rosa L.) zählt zur Familie der Rosengewächse. Die Königin aller Blumen soll aus Persien oder Indien stammen. Unterschieden wird zwischen Wildrosen und Edelrosen, wovon heute Hunderte von Zuchtarten existieren. Rosen wachsen als Sträucher oder Kletterpflanzen. Edelrosenzüchtungen wie die Baccara haben eine einzige, prächtige Blüte auf dem Stiel.

Ihrer beruhigenden und tröstenden Wirkung wegen wird die Rose seit langem als Heilpflanze verwendet. Die gleichnamige Farbe erzielt übrigens den gleichen Effekt.

Die Rosskastanie (Aesculus hippocastanum L.) zählt zu den Seifenbaumgewächsen. Man sieht Kastanienbäume oft in Alleen und Pärken stehen, wo sie als Schattenspender dienen. In der Blütezeit von April bis Mai bilden sich zahlreiche, aufrechtstehende Blütenstände, die wie Kerzen leuchten. Im Herbst fallen die bestachelten Kapselfrüchte mit ihren grossen, rotbraun glänzenden Samen (Kastanien) zu Boden.

Der Wirkstoffkomplex der Rosskastanie stärkt die Blutgefässe, mildert Schwellungen und wirkt positiv auf den Kreislauf.

Der Rotklee (Trifolium pratense L.) auch Wiesenklee genannt, zählt zu den Schmetterlingsblütlern. Meist dreiblättrig und – seltener – vierblättrig, wächst der Klee grün und saftig auf Fettwiesen, auf Feldern und in lichten Wäldern bis alpine Höhen. Er blüht Mai bis Oktober purpurn oder dunkelrosa, selten weiss, in dichten, kopfigen Blütenständen. Der Wiesenklee ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 15 bis 60 cm erreicht.

Reich an natürlichen Eiweissen und pflanzlichen Östrogenen, findet der Rotklee seine Verwendung als Kulturpflanze in der Imkerei und Landwirtschaft. Die Phytotherapie schreibt dem Klee eine heilsame Wirkung bei Stimmungsschwankungen und Wechseljahrbeschwerden zu.

Das Teebaumöl (Melaleuca alternifolia) ist eine flüssige lipophile Substanz, die durch Destillation aus den Blättern und Zweigen des Australischen Teebaums oder aus anderen Teebaum-Arten gewonnen wird. Die verschiedenen Teebaumarten gehören alle in die Familie der Myrtengewächse.

Die australischen Ureinwohner verwendeten ein Teebaumölextrakt bei Hautinfektionen, Erkältungskrankheiten, Zahnfleischentzündungen oder gegen Insekten. Noch heute gilt Teebaumöl als wirkungsvolles Naturprodukt und wird bei Akne, Ekzemen, Hautinfektionen und Warzen eingesetzt.

Wildes Stiefmütterchen – die milde Hautschützerin Stiefmütterchenkraut findet Anwendung nicht nur innerlich, sondern auch äusserlich bei verschiedenen Hauterkrankungen mit Schuppenbildung, Juckreiz oder sogar Akne. Dem zarten Stiefmütterchen wird vor allem eine entzündungshemmende, hautschützende und geschmeidig machende Wirkung zugeschrieben. Das Gesamtbild von stark irritierter und unreiner Haut wird dank den Salicylsäurenderivaten, welche im Stiefmütterchenkraut enthalten sind, sehr positiv und sichtbar beeinflusst.